Rösle No.1 AIR F50 im Test

Der Rösle No.1 AIR F50 ist ein Holzkohle-Kugelgrill mit einem Grillrost von 48,5 Zentimetern Durchmesser und einer Grillfläche von 1.886 Quadratzentimetern. Kugel und Deckel sind emailliert, der Rahmen pulverbeschichtet, und mit dem Air Control System lässt sich die Luftzufuhr präzise steuern. Er richtet sich an alle, die einen klassischen Kugelgrill mit solider Materialqualität für regelmäßiges Grillen mit Holzkohle suchen.
Mit Maßen von 83 x 73,5 x 107,5 Zentimetern und einem Gewicht von rund 23 Kilogramm ist der No.1 AIR F50 ein Grill mittlerer Größe, der stabil genug für den dauerhaften Standort im Garten ist, sich aber bei Bedarf noch bewegen lässt. Die emaillierte Kugel schützt gegen Rost und Witterungseinflüsse, während der pulverbeschichtete Rahmen zusätzliche Stabilität bringt.
Das Air Control System steuert die Luftzufuhr über Lüftungsschlitze am Kugelboden und im Deckel und erlaubt damit eine feinere Regelung der Glutintensität, als es bei einfacheren Lüftungssystemen möglich ist. Für alle, die mit Holzkohle sowohl scharf anbraten als auch über Stunden bei niedriger Temperatur garen wollen, ist diese Steuerbarkeit ein zentraler Bestandteil des Grillkonzepts.
Die Daten im Überblick
| Modell | Rösle No.1 AIR F50 Kugelgrill |
|---|---|
| Maße | 107,5 cm hoch, 73,5 cm breit, 83 cm tief |
| Gewicht | ca. 23 kg |
| Grillrost | Ø 48,5 cm / 1.886 cm² |
| Kugel | Stahl, emailliert |
| Rahmen | pulverbeschichtet |
| Luftsteuerung | Air Control System |
| Garantie | bis zu 10 Jahre |
| Artikelnummer | 250001 |
| EAN | 4004293250018 |
Werte nach den Angaben von Rösle.
1.886 Quadratzentimeter Grillfläche: was darauf Platz findet
Mit einem Grillrost von 48,5 Zentimetern Durchmesser bietet der No.1 AIR F50 eine Fläche von 1.886 Quadratzentimetern. Das reicht für mehrere Steaks, eine größere Menge Würstchen oder eine Kombination aus Fleisch und Gemüse gleichzeitig, ohne dass ständig umgeschichtet werden muss. Für Grillabende mit mehreren Personen ist diese Fläche in der Regel ausreichend bemessen, ohne dabei unhandlich groß zu werden.
Die runde Form des Kugelgrills sorgt dafür, dass sich die Hitze über den Deckel gleichmäßig im Inneren verteilt, was besonders beim indirekten Grillen mit geschlossenem Deckel von Vorteil ist. Wärme, die vom heißen Kohlebett aufsteigt, wird vom gewölbten Deckel zurück auf das Grillgut reflektiert, ein Effekt, der bei eckigen Grillformen weniger ausgeprägt ist.
Air Control System: Luftzufuhr präzise steuern
Das Air Control System reguliert die Sauerstoffzufuhr über Lüftungsschlitze am Boden der Kugel und im Deckel. Mehr Luftzufuhr erhöht die Glutintensität und damit die Temperatur, weniger Luftzufuhr drosselt die Verbrennung und senkt die Temperatur. Diese Steuerung erlaubt es, dieselbe Kohlefüllung sowohl für scharfes Anbraten bei hoher Hitze als auch für längeres Garen bei niedrigerer Temperatur zu nutzen.
Für alle, die neben klassischem Grillen auch längere Garzeiten mit niedriger, konstanter Temperatur ausprobieren wollen, etwa für größere Fleischstücke, ist eine feine Regelbarkeit der Luftzufuhr entscheidend. Ein zu grobes System führt entweder zu einer Glut, die schnell erlischt, oder zu einer, die sich kaum drosseln lässt.
Emaillierte Kugel und pulverbeschichteter Rahmen
Die Stahlkugel des No.1 AIR F50 ist emailliert, eine Beschichtung, die vor Rost schützt und gleichzeitig eine glatte, leicht zu reinigende Oberfläche bietet. Im Vergleich zu unbeschichtetem Stahl hält die Emaillierung Feuchtigkeit und Grillrückständen deutlich besser stand, was bei einem Grill, der dauerhaft im Freien steht, über die Jahre einen spürbaren Unterschied macht.
Der Rahmen, auf dem die Kugel montiert ist, ist pulverbeschichtet und bringt zusätzliche Stabilität für den Standort im Garten. Zusammen mit dem Gewicht von rund 23 Kilogramm steht der Grill auch bei Wind sicher, ohne dabei zu schwer für gelegentliches Umstellen zu sein.
Maße und Platzbedarf im Garten
Mit einer Höhe von 107,5 Zentimetern, einer Breite von 73,5 Zentimetern und einer Tiefe von 83 Zentimetern beansprucht der No.1 AIR F50 einen mittleren Stellplatz, der auf den meisten Terrassen oder im Garten Platz findet. Ein Überblick getesteter Holzkohlegrills unterschiedlicher Größen hilft dabei, die passenden Maße für den eigenen Standort einzuschätzen, bevor die Entscheidung für ein bestimmtes Modell fällt.
Für kleinere Balkone kann die Kombination aus Durchmesser und Höhe an die Platzgrenze stoßen, für einen Garten oder eine größere Terrasse ist der Platzbedarf dagegen unproblematisch. Die runde Grundform braucht dabei zusätzlich etwas Freiraum ringsum, damit der Deckel beim Öffnen nicht an Wänden oder Möbeln anstößt.
Wo der No.1 AIR F50 an Grenzen kommt
Dafür
- 1.886 cm² Grillfläche für mehrere Personen gleichzeitig
- Air Control System für präzise Steuerung der Luftzufuhr
- Emaillierte Kugel schützt dauerhaft gegen Rost und Witterung
- Pulverbeschichteter Rahmen bringt zusätzliche Stabilität
- Bis zu 10 Jahre Garantie auf zentrale Bauteile
Dagegen
- Ohne integrierte Smoker-Funktion für längeres Räuchern
- Mit rund 23 kg spürbares Gewicht beim Umstellen
- Runde Bauform braucht zusätzlichen Freiraum beim Öffnen des Deckels
- Holzkohlebetrieb erfordert mehr Vorbereitung als Gas- oder Pelletgrills
- Für kleine Balkone mit begrenztem Platz eher unpassend
Wer neben klassischem Grillen auch das Räuchern über längere Zeiträume in den Vordergrund stellt, findet in der Basisausstattung des No.1 AIR F50 keine dedizierte Smoker-Funktion, kann aber mit dem Air Control System dennoch niedrige, konstante Temperaturen für längere Garzeiten erreichen. Für den überwiegenden Teil klassischer Grillanwendungen ist die Ausstattung dagegen vollständig genug.
Passt der No.1 AIR F50 zu dir?
Ja, wenn
- ein klassischer Kugelgrill mit solider Materialqualität gesucht wird
- präzise Steuerung der Luftzufuhr für unterschiedliche Temperaturen wichtig ist
- der Grill dauerhaft im Garten oder auf der Terrasse stehen soll
- eine mittelgroße Grillfläche für mehrere Personen ausreicht
Nein, wenn
- eine dedizierte Smoker-Funktion für längeres Räuchern im Fokus steht
- der Grill regelmäßig zwischen weit entfernten Orten transportiert werden soll
- nur sehr wenig Stellfläche auf einem kleinen Balkon zur Verfügung steht
- eine andere Bauform wie ein Fassgrill bevorzugt wird
Für alle, die regelmäßig mit Holzkohle grillen und dabei Wert auf eine feine Steuerung der Gartemperatur legen, bietet der No.1 AIR F50 eine solide Grundlage. Wer stattdessen das Räuchern in den Mittelpunkt stellen möchte, findet innerhalb der Modellreihe eine passendere Variante.
Holzkohle und Anzünden: der Ablauf vor dem Grillen
Für den Betrieb des No.1 AIR F50 wird Holzkohle oder Grillbriketts im unteren Bereich der Kugel platziert und angezündet. Das Air Control System sollte dabei zunächst weit geöffnet werden, damit die Glut sich schnell aufbaut, bevor die Luftzufuhr für die gewünschte Zieltemperatur gedrosselt wird. Wer erstmals mit einem Kugelgrill dieser Bauart arbeitet, sollte die Reaktion der Temperatur auf unterschiedliche Öffnungsgrade der Lüftung einmal testen, bevor größere Mengen Grillgut aufgelegt werden.
Nach dem Grillen lässt sich die Luftzufuhr vollständig schließen, um die Glut kontrolliert ersticken zu lassen, statt sie vollständig ausbrennen zu lassen. Die verbleibende Kohle steht so beim nächsten Einsatz noch zur Verfügung, und es verkürzt die Zeit, bis der Grill wieder abgekühlt und für die Reinigung bereit ist.
Reinigung der emaillierten Kugel
Die emaillierte Oberfläche der Kugel lässt sich nach dem Abkühlen mit einer Bürste von Ascheresten befreien, ohne dass die Beschichtung dabei beschädigt wird. Regelmäßiges Entfernen der Asche verbessert außerdem die Luftzirkulation für den nächsten Grilltermin, da verstopfte Lüftungsschlitze die Wirkung des Air Control Systems einschränken können.
Für den pulverbeschichteten Rahmen genügt ein feuchtes Abwischen, um Staub und leichte Verschmutzungen zu entfernen, ohne die Beschichtung anzugreifen. Wer den Grill über die kalte Jahreszeit im Freien stehen lässt, sollte die Räder und Standfüße gelegentlich auf Gängigkeit prüfen, damit sich der Grill auch nach längerer Standzeit wieder leicht bewegen lässt.
Direktes und indirektes Grillen im Wechsel
Der No.1 AIR F50 erlaubt es, die Holzkohle einseitig im Kugelboden anzuordnen, sodass eine Zone direkt über der Glut zum scharfen Anbraten entsteht, während die gegenüberliegende Seite für indirektes Garen bei geschlossenem Deckel genutzt werden kann. Diese Aufteilung ist bei einem einzelnen, runden Grillrost weniger offensichtlich als bei mehreren getrennten Brennern, funktioniert in der Praxis aber vergleichbar gut, sobald die Kohleverteilung einmal eingespielt ist.
Für größere Stücke wie einen Braten oder ein ganzes Hähnchen wird das Grillgut auf die indirekte Seite gelegt, während der Deckel geschlossen bleibt und die Hitze wie in einem Ofen von allen Seiten zirkuliert. Das Air Control System steuert dabei, wie viel Sauerstoff die Glut über die gesamte Garzeit erhält, ohne dass der Deckel für eine Kontrolle des Fortschritts ständig geöffnet werden müsste.
Temperaturkontrolle ohne zusätzliches Thermometer
Wer die Innentemperatur der Kugel im Blick behalten will, kann sich an der Reaktion der Glut auf unterschiedliche Öffnungsgrade des Air Control Systems orientieren, auch ohne ein zusätzliches Deckelthermometer. Mit etwas Erfahrung lässt sich die Temperatur allein über die Menge der auflodernden Glut und die Stellung der Lüftungsschlitze recht genau einschätzen, was besonders bei längeren Garvorgängen mit indirekter Hitze hilfreich ist.
Für alle, die präzisere Werte bevorzugen, lässt sich ein externes Grillthermometer ergänzen, das die Kerntemperatur des Grillguts direkt misst. In Kombination mit der Luftsteuerung über das Air Control System ergibt sich so eine Kontrolle, die sowohl die Umgebungstemperatur im Inneren der Kugel als auch die tatsächliche Gartemperatur im Fleisch abdeckt.
Drei Alternativen, die sich lohnen zu vergleichen
Wenn Räuchern im Vordergrund steht: Rösle Smoker No.1 F50-S
Mit einer integrierten Smoker-Funktion erweitert der Smoker No.1 F50-S das Grundkonzept des No.1 AIR F50 um die Möglichkeit, über längere Zeiträume bei niedriger Temperatur zu räuchern. Für alle, die neben klassischem Grillen auch das Smoken als eigenständige Zubereitungsart nutzen wollen, ist diese zusätzliche Funktion der entscheidende Unterschied.
Die Grundmaße und die Grillfläche bleiben vergleichbar, die Erweiterung betrifft vor allem die Möglichkeit, Rauch gezielt über einen längeren Garprozess zu führen.
Wenn eine einfachere Ausstattung reicht: Rösle No.1 Sport F50
Der No.1 Sport F50 verzichtet auf einige der Zusatzfunktionen des AIR-Modells und bietet dafür eine reduziertere, einfachere Ausstattung. Für alle, die vor allem klassisch grillen wollen, ohne eine feine Steuerung der Luftzufuhr über ein separates System zu benötigen, ist diese Variante eine schlankere Alternative.
Grillfläche und Grundform bleiben in der Sport-Variante ähnlich, die Unterschiede liegen vor allem im Umfang der Zusatzausstattung.
Wenn eine andere Bauform gewünscht ist: barbecook Edson
Der barbecook Edson bringt mit seiner Fassform eine andere Bauform als der klassische Kugelgrill mit. Für alle, die eine alternative Optik und Bauweise in Betracht ziehen, lohnt sich der Vergleich zur runden Grundform des No.1 AIR F50.
Die Fassform verändert dabei auch die Luftführung im Inneren, was sich auf die Verteilung der Hitze im Vergleich zur kugelförmigen Bauweise auswirkt.
