Rösle No.1 AIR F50 oder Sport F50: Welcher Kugelgrill passt?

Rösle baut seinen Kugelgrill mit fünfzig Zentimetern Rostdurchmesser in zwei Ausführungen, und beide heißen No.1 F50. Der AIR und der Sport haben denselben Kessel, dieselbe Grillfläche und dasselbe Deckelscharnier. Getrennt werden sie durch die Art, wie sie Luft regeln, und durch das, was unter dem Kessel steht.
Wer die Bauform noch offen hat, findet den Überblick bei den Kugelgrills. Hier stehen die beiden Rösle-Ausführungen mit ihren Datenblättern nebeneinander.
- Der No.1 AIR F50, wenn die Luftregelung und die Arbeitshöhe zählenAir Control System mit Drehknopf, entnehmbarer Aschebehälter, klappbarer Edelstahlrost, zwei Kohlenkörbe und 84 Zentimeter Arbeitshöhe
- Der No.1 Sport F50, wenn Stauraum und Gewicht wichtiger sindAblage unter dem Kessel, patentierter Wende-Kohlerost und rund zwölf Kilogramm weniger
- Die Grillfläche ist mit rund 1885 Quadratzentimetern bei beiden praktisch identisch
Die zwei Kandidaten
Rösle No.1 AIR F50
Air Control System, 84 cm
Rösle No.1 Sport F50
Wende-Kohlerost, Ablage
Die Daten nebeneinander
| Merkmal | No.1 AIR F50 | No.1 Sport F50 |
|---|---|---|
| Rostdurchmesser | 50 cm | 50 cm |
| Grillfläche | 1886 cm² | 1885 cm² |
| Arbeitshöhe | 84 cm | 80 cm |
| Luftregelung | Air Control System, Drehknopf | Hebel |
| Aschebehälter | schnell entnehmbar | keine Angabe |
| Grillrost | Edelstahl, klappbar, spülmaschinenfest | keine nähere Angabe |
| Kohlerost | mit zwei Kohlenkörben aus Stahl | patentierter Wenderost |
| Deckelscharnier | vorhanden | vorhanden |
| Deckelthermometer | groß, in °C und °F | groß, in °C und °F |
| Stauraum | Außenreling für Werkzeug | Ablage unter dem Kessel |
| Räder | Gummireifen Ø 20 cm | stabile Räder |
| Gewicht | rund 31 kg | rund 19 kg |
| Herstellergarantie | bis zu 10 Jahre | 24 Monate |
| Artikelnummer | 25001 | 25002 |
Werte nach den Angaben des Herstellers zu beiden Modellen. Rösle nennt für den Sport weder das Rostmaterial noch Angaben zum Aschebehälter; diese Zeilen bleiben deshalb offen. Die Gewichte sind gerundete Handelsangaben einschließlich Verpackung und taugen zum Größenvergleich, nicht als Messwert. Die weiter unten gerechneten Werte zu Arbeitshöhe, indirekter Zone und Kohlemenge beruhen auf der genannten Fläche und auf allgemeinen Erfahrungswerten, sie sind Größenordnungen. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Eine fehlende Angabe zählt nicht als Nachteil.
Was aus den Zahlen folgt
Warum vier Zentimeter Höhe zählen
Die Rechnung mit dem Ellenbogen
Als angenehme Arbeitshöhe gilt die Ellenbogenhöhe abzüglich zehn bis fünfzehn Zentimeter. Bei einer Körpergröße von 1,80 Metern liegt der Ellenbogen etwa bei 1,10 Metern, angenehm sind also rund fünfundneunzig Zentimeter.
Der AIR steht mit vierundachtzig Zentimetern elf Zentimeter darunter, der Sport mit achtzig Zentimetern fünfzehn. Das klingt wenig, bedeutet aber bei jedem Wenden ein etwas weiteres Vorbeugen.
Wer eine Stunde am Grill steht und dabei alle zwei Minuten etwas dreht, beugt sich dreißigmal vor. Über eine Saison summiert sich das.
Praktisch heißt das: Für große Menschen ist der AIR spürbar bequemer, für kleinere kehrt sich der Vorteil um. Wer unter 1,70 Meter misst, greift mit achtzig Zentimetern angenehmer.
Wie groß die indirekte Zone wirklich ist
Die Rechnung mit den Kohlenkörben
Die Grillfläche beträgt bei beiden rund 1885 Quadratzentimeter. Zwei Kohlenkörbe an den Seiten belegen je etwa ein Viertel der Fläche.
Übrig bleiben in der Mitte rund neunhundert Quadratzentimeter ohne Glut darunter, also eine indirekte Zone von etwa dreißig mal dreißig Zentimetern.
Ein ganzes Hähnchen braucht eine Standfläche von rund sechshundert Quadratzentimetern, ein Braten weniger. Beides passt also in die Mitte, ohne die Glut zu berühren.
Praktisch heißt das: Beide Ausführungen können indirekt garen, aber auf unterschiedlichem Weg. Die Körbe halten die Glut dauerhaft an den Seiten, der Wenderost trennt direkte und indirekte Zone über seine Bauform.
Was ein Grillabend an Kohle verbraucht
Die Rechnung mit dem Aschebehälter
Für einen Kugelgrill dieser Größe rechnet man mit etwa anderthalb Kilogramm Briketts für eine Grillrunde von rund anderthalb Stunden. Davon bleiben zwischen fünf und zehn Prozent als Asche übrig, also grob hundert bis hundertfünfzig Gramm.
Nach fünf Abenden liegt also gut ein halbes Kilogramm Asche im Kessel, und Asche zieht Feuchtigkeit. Feuchte Asche greift die Emaille von innen an und blockiert außerdem die untere Luftzufuhr.
Genau darauf zielt der schnell entnehmbare Behälter des AIR: Er macht aus einer lästigen Arbeit einen Handgriff und sorgt damit dafür, dass sie überhaupt gemacht wird.
Praktisch heißt das: Wer ohnehin nach jedem Grillen ausräumt, braucht die Funktion nicht. Wer dazu neigt, es aufzuschieben, spart mit ihr den Kessel.
Wofür welche Ausführung reicht
Wie sich der AIR im Einzelnen schlägt, steht im Test des Rösle No.1 AIR F50. Für den Rost gibt es Alternativen bei den Grillrosten, und wer den Kessel über den Winter bringen will, findet passende Grillabdeckungen.
Wo jede von beiden gewinnt
Für den AIR spricht
- Luftzufuhr über einen Drehknopf
- Aschebehälter schnell entnehmbar
- Klappbarer Rost aus Edelstahl
- Zwei Kohlenkörbe im Lieferumfang
- Garantie von bis zu zehn Jahren
Für den Sport spricht
- Rund zwölf Kilogramm leichter
- Ablage unter dem Kessel als Stauraum
- Patentierter Wende-Kohlerost
- Achtzig Zentimeter Arbeitshöhe für kleinere Personen
- Gleiche Grillfläche wie der AIR
Der eine Quadratzentimeter Unterschied in der Flächenangabe ist eine Rundung und kein Merkmal, beide Kessel sind gleich groß. Wer also nach der Grillfläche entscheidet, entscheidet gar nichts. Die tatsächlichen Unterschiede stecken in der Bedienung: ein Drehknopf gegen einen Hebel, ein klappbarer Rost gegen einen festen, ein entnehmbarer Aschebehälter gegen eine Ablage darunter. Und in der Garantie, wo bis zu zehn Jahre gegen vierundzwanzig Monate stehen.
Wenn keine von beiden passt
Häufige Fragen zu Kugelgrills
Wie viel Kohle brauche ich für einen Abend?
Für einen Kessel dieser Größe rund anderthalb Kilogramm Briketts, das reicht für etwa anderthalb Stunden. Holzkohle brennt heißer und kürzer, Briketts halten länger und gleichmäßiger. Wer indirekt garen will, nimmt Briketts, weil die Temperatur über Stunden stehen soll.Wie regele ich die Temperatur im Kugelgrill?
Über die Luft. Der untere Regler steuert, wie viel Sauerstoff an die Glut kommt, der obere den Abzug. Beide halb geschlossen halten den Kessel im Bereich um hundertzwanzig Grad, beide offen bringen ihn über zweihundertfünfzig. Die Kohlemenge ist dabei zweitrangig.Was ist der Unterschied zwischen direktem und indirektem Grillen?
Direkt heißt Glut unter dem Grillgut, für alles Dünne wie Steaks und Würste. Indirekt heißt Glut daneben und Deckel zu, für alles Dicke wie Hähnchen, Braten und Rippchen. Der Kessel wird dabei zum Backofen, und das Deckelthermometer wird zum wichtigsten Bedienelement.Muss ich den Grillrost nach jedem Grillen reinigen?
Am einfachsten geht es direkt nach dem Grillen: Deckel zu, Glut noch heiß, dann verbrennen die Reste und lassen sich abbürsten. Ein Edelstahlrost darf zusätzlich in die Spülmaschine, ein beschichteter Stahlrost nicht, weil die Beschichtung leidet. Fett am Rost ist der häufigste Grund für Fettbrände beim nächsten Mal.Wo lagere ich den Grill im Winter?
Trocken und abgedeckt, aber nicht luftdicht verpackt, sonst schwitzt der Kessel und die Emaille leidet von innen. Asche vorher vollständig entfernen, weil sie Feuchtigkeit zieht. Ein leichter Grill lässt sich dafür in den Schuppen schieben, ein schwerer bleibt oft stehen und braucht dann eine gute Haube.Die Entscheidung in einem Satz
ROESLE Holzkohle-Kugelgrill No.1 AIR F50 mit Air Control System
Wer den Grill über Jahre benutzen und dabei auch indirekt garen will, nimmt den No.1 AIR F50, weil ein Drehknopf feiner regelt als ein Hebel, weil der klappbare Edelstahlrost das Nachlegen und die Reinigung löst und weil bis zu zehn Jahre Garantie gegen vierundzwanzig Monate stehen. Der No.1 Sport F50 bleibt die vernünftige Wahl für alle, die den Kessel oft bewegen oder unter 1,70 Meter groß sind, denn zwölf Kilogramm weniger und vier Zentimeter niedriger sind im Alltag echte Argumente. An der Grillfläche entscheidet sich nichts, die ist bei beiden gleich.



