Traeger Pro 575 im Test

Der Traeger Pro 575 ist ein Pelletgrill mit 3.690 Quadratzentimetern Grillfläche, porzellanbeschichteten Rosten und einem Pelletbunker mit 8 Kilogramm Fassungsvermögen. Über die WiFIRE-Steuerung lässt sich der Grill per App überwachen und einstellen, was ihn zu einem Gerät für alle macht, die längere Garprozesse mit konstanter Temperatur automatisiert steuern wollen.
Mit einer Höchsttemperatur von 232 Grad Celsius deckt der Pro 575 sowohl klassisches Grillen bei höherer Hitze als auch langsames Garen und Räuchern bei niedrigeren Temperaturen ab. Diese Bandbreite unterscheidet Pelletgrills grundsätzlich von reinen Holzkohle- oder Gasgrills, die entweder auf hohe Hitze oder auf niedrige, konstante Temperaturen spezialisiert sind.
Der Hersteller führt das Modell auf der deutschen Seite als Pro Serie 22, es handelt sich dabei um dasselbe Gerät, das unter der Bezeichnung Traeger Pro 575 bekannt ist. Mit einem Gewicht von 47 Kilogramm und pulverbeschichtetem Stahlgehäuse ist der Grill auf dauerhaften Einsatz im Freien ausgelegt.
Die Daten im Überblick
| Modell | Traeger Pro 575 Pelletgrill |
|---|---|
| Grillfläche | 3.690 cm² |
| Gewicht | 47 kg |
| Pelletbunker | 8 kg |
| Höchsttemperatur | 232 °C |
| Grillroste | porzellanbeschichtet |
| Gehäuse | pulverbeschichteter Stahl |
| Kapazität | 4 Hähnchen / 5 Rib-Racks / 24 Burger |
| Steuerung | WiFIRE |
Werte nach den Angaben von Traeger.
3.690 Quadratzentimeter: was auf den Rosten Platz findet
Mit einer Grillfläche von 3.690 Quadratzentimetern bietet der Pro 575 laut Hersteller Kapazität für 4 Hähnchen, 5 Rib-Racks oder 24 Burger gleichzeitig. Diese Angaben veranschaulichen, wie sich die Fläche in der Praxis nutzen lässt, unabhängig davon, ob mehrere kleinere Gargüter parallel zubereitet werden oder ein einzelnes großes Stück Fleisch über Stunden gart.
Für Grillrunden mit mehreren Personen erlaubt die großzügige Fläche, unterschiedliche Zutaten gleichzeitig zuzubereiten, ohne dass ständig umgeschichtet werden muss. Die porzellanbeschichteten Roste sorgen dabei für eine Oberfläche, die sich nach dem Grillen vergleichsweise einfach reinigen lässt, da Fettrückstände weniger stark haften als auf unbeschichtetem Metall.
WiFIRE-Steuerung: der Grill per App im Blick
Über die WiFIRE-Steuerung lässt sich der Pro 575 mit dem heimischen WLAN verbinden und anschließend über eine App überwachen und einstellen. Die Zieltemperatur lässt sich damit anpassen, ohne physisch am Grill zu stehen, was besonders bei langen Garprozessen praktisch ist, die sich über mehrere Stunden erstrecken.
Für alle, die längeres Räuchern oder Niedrigtemperaturgaren praktizieren, reduziert die App-Anbindung die Notwendigkeit, den Grill ständig persönlich zu kontrollieren. Stattdessen lässt sich der Fortschritt aus der Ferne verfolgen, während andere Aufgaben erledigt werden, bis das Gargut die gewünschte Temperatur erreicht hat.
8 Kilogramm Pelletbunker: Reichweite einer Füllung
Der Pelletbunker des Pro 575 fasst 8 Kilogramm Pellets, was je nach eingestellter Temperatur und Außentemperatur für mehrere Stunden Betrieb ausreicht. Bei niedrigeren Gartemperaturen verbraucht der Grill in der Regel weniger Pellets pro Stunde als bei hoher Hitze, sodass die tatsächliche Reichweite einer Füllung stark von der gewählten Betriebsweise abhängt.
Für längere Garprozesse, etwa beim Räuchern eines größeren Fleischstücks über viele Stunden, lohnt sich eine Kontrolle des Pelletstands, bevor der Vorgang gestartet wird, damit während des Garens kein Nachfüllen nötig wird. Der Bunker lässt sich bei laufendem Betrieb nachfüllen, ein rechtzeitiger Blick auf den Füllstand erspart aber unnötige Unterbrechungen.
Bis zu 232 Grad: die Temperaturspanne im Überblick
Mit einer Höchsttemperatur von 232 Grad Celsius deckt der Pro 575 sowohl das klassische Grillen bei hoher Hitze als auch langsames Garen und Räuchern bei deutlich niedrigeren Temperaturen ab. Diese Bandbreite macht Pelletgrills grundsätzlich vielseitiger einsetzbar als reine Holzkohle- oder Gasgrills, die meist auf einen engeren Temperaturbereich ausgelegt sind.
Für alle, die neben klassischem Grillen auch Techniken wie Niedrigtemperaturgaren oder längeres Räuchern ausprobieren wollen, ist die Steuerbarkeit der Temperatur über die WiFIRE-App ein zentraler Vorteil gegenüber Grills, bei denen die Temperatur nur über die Menge des Brennmaterials grob reguliert werden kann.
Wo der Pro 575 an Grenzen kommt
Dafür
- 3.690 cm² Grillfläche für 4 Hähnchen oder 5 Rib-Racks gleichzeitig
- WiFIRE-Steuerung für Überwachung und Einstellung per App
- Bis zu 232 °C für Grillen, Räuchern und Niedrigtemperaturgaren
- 8 kg Pelletbunker für mehrstündigen Betrieb ohne Nachfüllen
- Porzellanbeschichtete Roste erleichtern die Reinigung
Dagegen
- Mit 47 kg deutlich schwerer als klassische Kugel- oder Gasgrills
- WiFIRE-Steuerung setzt eine stabile WLAN-Verbindung voraus
- Pelletbetrieb erfordert regelmäßige Kontrolle des Füllstands
- Für sehr kompakte Standorte mit wenig Stellfläche eher unpassend
- Höchsttemperatur von 232 °C liegt unter der von reinen Hochtemperatur-Grills
Wer regelmäßig sehr scharf bei extrem hohen Temperaturen anbraten möchte, findet mit den 232 Grad Celsius des Pro 575 ein Limit, das unter dem mancher reiner Hochtemperatur-Gasgrills liegt. Für die deutlich größere Bandbreite an Zubereitungsarten, vom Räuchern bis zum klassischen Grillen, ist diese Höchsttemperatur dagegen ausreichend bemessen.
Passt der Pro 575 zu dir?
Ja, wenn
- eine App-gestützte, automatisierte Steuerung der Gartemperatur gewünscht ist
- neben klassischem Grillen auch Räuchern und Niedrigtemperaturgaren geplant sind
- regelmäßig für mehrere Personen mit großer Grillfläche gegrillt wird
- ein stabiles WLAN am Standort des Grills zur Verfügung steht
Nein, wenn
- ausschließlich sehr hohe Temperaturen zum scharfen Anbraten benötigt werden
- ein möglichst leichter, einfach zu bewegender Grill gesucht wird
- keine regelmäßige Kontrolle des Pelletfüllstands gewünscht ist
- nur wenig Stellfläche für einen größeren Grill zur Verfügung steht
Für alle, die eine automatisierte, app-gesteuerte Temperaturregelung mit großer Grillfläche verbinden wollen, bietet der Pro 575 eine ausgereifte Lösung. Wer eine noch größere Fläche oder ein kompakteres, tragbares Modell sucht, findet innerhalb der Traeger-Modellreihe entsprechende Alternativen.
Pellets nachfüllen und Betrieb starten
Für den Start wird der Pelletbunker mit Holzpellets befüllt, anschließend übernimmt die WiFIRE-Steuerung das Zünden und Regeln der Temperatur automatisch. Ein Überblick getesteter Pelletgrills unterschiedlicher Größen zeigt, wie sich Grillfläche und Pelletbunker verschiedener Modelle unterscheiden, bevor die Entscheidung für ein bestimmtes Gerät fällt.
Während des Betriebs fördert eine Förderschnecke kontinuierlich Pellets aus dem Bunker in die Brennkammer, die Menge richtet sich nach der eingestellten Zieltemperatur. Bei stabiler Witterung und moderaten Außentemperaturen verläuft dieser Prozess gleichmäßig, bei starkem Wind oder Kälte kann der Pelletverbrauch spürbar steigen.
Pflege von Rosten und Gehäuse
Die porzellanbeschichteten Roste lassen sich nach dem Abkühlen mit einer Bürste reinigen, wobei die Beschichtung Fettrückständen besser standhält als unbeschichtetes Metall. Das pulverbeschichtete Stahlgehäuse benötigt für den Erhalt seiner Witterungsbeständigkeit vor allem gelegentliches Abwischen der Außenflächen, eine Abdeckhaube schützt zusätzlich bei längeren Standzeiten im Freien.
Rauchgeschmack und Temperaturstabilität
Pelletgrills wie der Pro 575 erzeugen ihren charakteristischen Rauchgeschmack durch die kontinuierliche Verbrennung von Holzpellets, deren Menge über die Förderschnecke präzise geregelt wird. Im Gegensatz zu Holzkohle, bei der sich die Glutmenge nur über die Luftzufuhr grob steuern lässt, erlaubt die automatisierte Pelletzufuhr eine deutlich konstantere Temperatur über lange Zeiträume, was besonders bei mehrstündigen Räuchervorgängen von Vorteil ist.
Für Gerichte, die über viele Stunden bei niedriger, gleichbleibender Temperatur garen sollen, etwa Pulled Pork oder Brisket, ist diese Temperaturstabilität ein wesentlicher Vorteil gegenüber Grillmethoden, bei denen die Temperatur manuell nachjustiert werden muss. Die WiFIRE-Steuerung meldet dabei Abweichungen von der Zieltemperatur, sodass frühzeitig eingegriffen werden kann, falls sich die Bedingungen ändern, etwa durch aufkommenden Wind.
Standortwahl für den Pro 575
Mit einem Gewicht von 47 Kilogramm ist der Pro 575 auf einen festen Standort ausgelegt, der idealerweise überdacht oder zumindest windgeschützt liegt, um den Pelletverbrauch bei ungünstiger Witterung zu begrenzen. Für eine stabile WLAN-Verbindung, die für die WiFIRE-Steuerung benötigt wird, sollte der Standort außerdem ausreichend Empfang zum heimischen Router bieten, da eine schwache Verbindung die Fernsteuerung über die App einschränken kann.
Auch die Nähe zu einer Steckdose spielt eine Rolle, da die Förderschnecke und die Steuerungselektronik des Pro 575 auf eine kontinuierliche Stromversorgung angewiesen sind. Anders als reine Holzkohle- oder Gasgrills funktioniert ein Pelletgrill ohne Strom nicht, weshalb der gewählte Standort diesen Anschluss von vornherein mit einplanen sollte.
Ein überdachter oder zumindest gegen Regen geschützter Standort verlängert außerdem die Lebensdauer der Steuerungselektronik und schützt den Pelletbunker davor, dass Feuchtigkeit an die Pellets gelangt und diese verklumpen lässt. Wer den Pro 575 dauerhaft im Freien ohne zusätzlichen Schutz aufstellt, sollte eine passende Abdeckhaube verwenden, um Steuerung und Bunker zwischen den Einsätzen trocken zu halten.
Verklumpte oder feuchte Pellets können die Förderschnecke blockieren und den gleichmäßigen Betrieb stören, weshalb eine trockene Lagerung sowohl im Bunker als auch bei Vorratspellets im Beutel oder Behälter ratsam ist. Wer diesen Punkt beachtet, reduziert das Risiko unerwarteter Unterbrechungen während längerer Garprozesse deutlich.
Drei Alternativen, die sich lohnen zu vergleichen
Wenn mehr Fläche gefragt ist: Traeger Silverton 620
Mit größerer Grillfläche als der Pro 575 richtet sich der Silverton 620 an alle, die regelmäßig für größere Gruppen oder mehrere große Fleischstücke gleichzeitig Platz benötigen. Die grundsätzliche WiFIRE-Steuerung und die Bandbreite an Zubereitungsarten bleiben dabei erhalten, nur in größerem Rahmen.
Für alle, die häufiger mehrere Rib-Racks oder Hähnchen gleichzeitig zubereiten, als es die Fläche des Pro 575 erlaubt, ist die zusätzliche Kapazität der entscheidende Unterschied.
Wenn Tragbarkeit im Vordergrund steht: Traeger Tailgater
Der Tailgater ist als tragbares Modell konzipiert, das sich leichter transportieren lässt als der stationär ausgelegte Pro 575. Für alle, die den Pelletgrill regelmäßig zu unterschiedlichen Orten mitnehmen wollen, etwa zu Ausflügen oder Veranstaltungen, ist die kompaktere, transportfreundlichere Bauform der entscheidende Vorteil.
Die Grillfläche fällt entsprechend kleiner aus als beim Pro 575, die grundsätzliche Pelletsteuerung bleibt dabei aber vergleichbar.
Wenn eine andere Marke infrage kommt: Pit Boss 150
Der Pit Boss 150 bietet eine Alternative außerhalb der Traeger-Modellreihe, mit eigener Steuerungstechnik und abweichender Bauform. Für alle, die eine andere Marke mit vergleichbarem Funktionsprinzip in Betracht ziehen, lohnt sich der Vergleich zur WiFIRE-Steuerung des Pro 575.
Die Grillfläche und der Pelletbunker unterscheiden sich in Größe und Kapazität von der Traeger-Reihe, das grundsätzliche Prinzip der Pelletverbrennung bleibt aber gleich.
